Schlank mit dem Mikrobiom

Durch extra viele Ballaststoffe

Schlank durch Ballaststoffe

Die meisten von uns sind täglich mit der Frage konfrontiert: Wie bleibe ich schlank und kann mein Leben trotzdem genießen? Das Mikrobiom kann uns dabei helfen – sofern auch wir es unterstützen und kräftigen. Natürlich hat jeder Mensch eine Darmflora, egal ob er sich nun von Fleisch mit Soß’ und Kloß ernährt oder von Rohkost. Allerdings unterscheiden sich die Bakterien stark in der Art, wie sie Nahrung verwerten. Und genau an dieser Stelle können wir ansetzen, wenn wir nicht nur gesund und glücklich, sondern obendrein auch noch schlank sein möchten.

Unser Mikrobiom braucht vor allem eines: Ballaststoffe. Was irgendwie nach einem Sandsack am Heißluftballon klingt, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung und Superfood für unser Mikrobiom. Und zwar in ganz besonderem Maße für die Schlankmacher unter den Bakterien.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Aufnahme von mindestens 30 Gramm Ballaststoffen. Den typischen Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und  der Koronaren Herzkrankheit lässt sich unter anderem durch eine ballaststoffreiche Ernährung vorbeugen.

Im Zusammenhang mit Ballaststoffen taucht immer wieder das Wort “unverdaulich” auf. Was also passiert mit diesen unverdaulichen Nahrungsresten in unserem Verdauungssystem? Unsere Nahrung wird in Magen und Dünndarm durch Enzyme in ihre Einzelteile (kurzkettige Moleküle) aufgespalten, die der Körper aufnehmen kann. Durch Blutgefäße und Lymphe werden diese Moleküle direkt in die Blutbahn transportiert und liefert uns Nährstoffe und Energie. Im Dickdarm kommt davon so gut wie nichts an. Ballaststoffe sind jedoch das, was von der Nahrung übrigbleibt. Sie können nicht aufgelöst werden und werden daher vom Körper ausgeschieden. Ballaststoffe kommen am Ende des Verdauungsvorgangs im Dickdarm an, wo sie unserem Mikrobiom als lebenswichtige Nahrung dienen.

Aber woher nehmen?

Wo finden wir nun diese wichtigen Ballaststoffe? Die Antwort ist relativ einfach: hauptsächlich in Pflanzenfasern. Diese finden sich besonders gehäuft in Schalen von Getreide und Hülsenfrüchten, aber auch in bestimmtem Obst und Gemüse. Das Mikrobiom eines Gemüseverweigerers hat es also wirklich schwer im Leben.

Als Faustregel könnte gelten: Je mehr Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte du täglich isst, desto besser wird dein Mikrobiom ernährt. Genau da liegt leider das Problem der heutigen Zeit. Mehr und mehr Menschen kochen nicht mehr selbst, sie gehen ins Restaurant oder erhitzen nur noch Fertigprodukte. Beides ist kein Problem, wenn es die Ausnahme bleibt. Doch wer sich jeden Tag von Schnitzel mit Pommes oder Nudeln aus Weißmehl ernährt, macht sein Mikrobiom vermutlich alles andere als glücklich.

Und wo bleibt der Spass?

Auch ich gehe gern essen oder werde von Freunden eingeladen und genieße dann ohne Reue alles, was mich in dem Moment anlacht. Ich liebe Käse, Kuchen, Torten und vor allem Schokolade. Ich esse für mein Leben gern Pizza und Pasta. Nur gönne ich mir das alles nicht jeden Tag, sondern dosiert (z.B. einmal pro Woche ein Stück Kuchen, einmal pro Woche im Restaurant essen, …). Ansonsten koche ich frisch und ausgewogen. Viele meiner Lieblingsgerichte, wie Pizza und Pasta, mache ich durch die Verwendung von Vollkornmehl und Vollkornnudeln ganz einfach ein wenig mikrobiomfreundlicher.

Ich bin also keineswegs ständig auf Diät, sondern baue lediglich Lebensmittel mit besonders vielen Ballaststoffen in meinen Speiseplan ein, um mein Mikrobiom zu unterstützen. Wenn ich etwas Ungesundes esse, dann ist mir das bewusst. Es ist zu dem Zeitpunkt in Ordnung, aber ich versuche es anschließend auszugleichen und so die Balance zu halten zwischen Genuss ohne Reue und gesundem Essen. Auf diese Weise schaffe ich es, mit Ausnahme von einigen kleinen Ausrutschern nach dem Urlaub, schlank zu bleiben.

Du wirst sehen, es ist gar nicht so schwer, wenn man langsam umsteigt und etwas Geduld beweist. Das Buch Dinner in the Dark unterstützt dich dabei mit Rezepten für Mensch und Mikrobiom.

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