Artischocken

... für Pizza oder Salade Nicoise
Wir lieben die Artischocke wegen ihres feinen Geschmacks. Unser Mikrobiom liebt vor allem ihren hohen Ballaststoffgehalt.

Verbreitung und Herkunft

Die Artischocke(Cynara scolymus) ist ein Distelgewächs und gehört zur Familie der Korbblütler. Diese Schönheit stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie ist bereits seit langer Zeit als Nutz- und Heilpflanze bekannt: Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer ver(z)ehrten diese gesunde Pflanze. Ihr wird eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt.

Die Artischocke wurde in Südeuropa bereits im zweiten Jahrhundert zu Markte getragen. Auch heute noch ist sie dort heimisch. Ihre essbare Blüte galt von jeher als ganz besonderes Gemüse für Feinschmecker und als Zierpflanze für die Reichen. Ab dem 14. Jahrhundert sorgte der italienische Naturkundler und Gärtner Philip Strozzi für die großflächige Verbreitung in Europa.

Heutzutage werden Artisckocken vor allem in den USA, Italien, Spanien, Ägypten, Argentinien und Frankreich angebaut. Doch auch in deutschen Gemüsegärten gedeiht sie in warmen Sommern gut. Essbar sind vor allem die Blütenknospen der Pflanze.

Artischocken als Mikrobiom-Superfood

Die Artischocke ist wohl die Gemüsesorte mit den meisten Ballaststoffen. Ganze elf Prozent davon machen unser Mikrobiom mehr als glücklich.

Als Heilpflanze hat diese leckere Distel aber noch weitere positive Eigenschaften. Sie verschafft Linderung bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl.

Zusätzlich senkt Artischockenblätterextrakt auch die Blutfettwerte. Diese Wirkung beruht auf zwei Einflüssen. Zum Einen wird die Ausscheidung von Cholesterol erhöht. Zum Anderen stimuliert Artischockenextrakt die Leber dazu, mehr Gallenflüssigkeit zu produzieren, welche den Fettabbau erleichtert. Beides kann die Cholesterinwerte positiv beeinflussen.

Von dieser Entlastung des Verdauungssystems profitiert sicherlich auch unser Mikrobiom.

Verwendung

Da die Artischocke als Heilpflanze gilt, findet sie als Extrakt in Arzneimitteln Verwendung. Hierzu werden vor allem die Blätter der Pflanze verwendet, die aus dem Stängel sprießen. Das Extrakt kann zur Behandlung von Appetitlosigkeit,  Völlegefühl, Blähungen oder Übelkeit angewendet werden.

Vor allem aber lieben wir die Artischocke natürlich in ihrer essbaren Form.  Frische Artisckocken genießt man entweder gekocht mit einem leckeren Dip oder auch gefüllt. Die äußeren Blätter isst man dabei nicht komplett mit, sondern zieht das weiche Innere mit den Zähnen von der rauen Seite ab. Das Herz und der Stiel können im Ganzen gegessen werden, allerdings ohne das innenliegende Heu und die kleinen, stacheligen Blätter im Inneren.

Eingelegte Artischocken sind ein köstlicher Belag auf einer Pizza. Der französische Klassiker “Salade Nicoise” kommt auf keinen Fall ohne sie aus. Und auch Pastasoßen werden durch die Artischocke nicht nur gesünder, sondern auch absolut köstlich. Im Kochbuch “Dinner in the Dark” findest du zwei leckere Rezepte mit Artischocken.

Artischocken im Handel

Im Gemüseladen oder auch in der Gärtnerei findest du eine ganze Reihe von Artisckockensorten. Ihre Namen lauten “Green Globe”, “Violetto Chiogga”, “Imperial Star” oder “Vert de Provence”. Zum Kochen kann jede beliebige Sorte verwendet werden. Für gefüllte Artischocken bieten sich allerdings die etwas größeren Sorten an.

Artischocken haben zweimal im Jahr Saison, im Frühjahr von März bis Mai, und im frühen Herbst. Beim Kauf von frischen Artischocken sollten Stiel und Blätter noch knackig aussehen und keine braunen Stellen aufweisen. Reibt man zwei Artischocken aneinander, sollten diese quietschen. Dies ist der ultimative Garant für frische Ware.

Die Blüten können im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahrt werden. Dazu sollten sie etweder in eine Plastiktüte oder in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden.

Wesentlich besser sind uns natürlich Artischocken aus dem Glas bekannt. Davon kann man praktischerweise stets einen kleinen Vorrat zuhause haben.

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