Okraschoten

...verleihen nicht nur dem Südstaaten-Eintopf "Gumbo" das gewisse Etwas

Herkunft

Okraschoten sind in Deutschland ein relativ unbekanntes Gemüse. Was sehr schade ist, denn sie sind sehr gesund und dabei ausgesprochen köstlich. Dies ist vermutlich der Grund dafür, dass die Okra bereits seit mehreren tausend Jahren in vielen Ländern angebaut wird. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Ostafrika. Doch längst bereichert sie auch die Küche Indiens, Amerikas und des Mittelmeerraums. Die Pflanze ist eine Malvenart und braucht sehr viel Wärme.

Einkauf und Verwendung

Okraschoten sind in Deutschland in gut sortierten Gemüseläden, Bioläden oder Supermärkten zu finden. Die zierlichen Schoten sind ungefähr fingergroß, weshalb sie auch “Ladyfinger” genannt werden. Ihre grüne Färbung ist der von Zucchini ähnlich, und ihre Haut ist von leichtem Flaum bedeckt.

Frische Okraschoten weisen eine gleichmäßige Färbung auf. Ihr Geschmack ist sehr zart und wird oft mit dem von grünen Bohnen verglichen. Sie sollten am besten frisch verwendet werden, da ihnen die Kälte im Kühlschrank nicht sehr gut bekommt.

Die schotenförmigen Früchte verleihen vor allem Eintopfgerichten das gewisse Etwas. Wer jemals die Südstaaten bereist hat, kennt sicherlich “Gumbo”, einen absoluten Klassiker der kreolischen Küche. Es handelt sich dabei um einen leichten, köstlichen Gemüseeintopf, der in verschiedenen Variationen mit Fleisch, Fisch oder Huhn angeboten wird. Okraschoten sind eine der Hauptzutaten.

Unter den Rezepten findest du den Garten des Dionysos – ein leckeres Gemüsegericht mit Okraschoten, das Sehnsucht nach Griechenland weckt.

Schleimstoffe fürs Mikrobiom

Okraschoten haben sehr wenige Kalorien, praktisch kein Fett und dabei einen hohen Anteil an Ballaststoffen, was sie zu einem absoluten Mikrobiom-Superfood macht. Schon beim Schneiden der grünen Schoten bemerkt man, dass sie Schleimstoffe enthalten. Obwohl dies im Zusammenhang mit Lebensmitteln etwas eklig klingt, ist es vollkommen unbedenklich. Im Gegenteil!

Schleimstoffe sind auch in Lein- oder Flohsamen und auch der Malve selbst enthalten. Sie werden bereits seit längerem gegen Darmbeschwerden eingesetzt, da sie als entzündungshemmend, schleimhautschützend und reizmildernd gelten. Schleimstoffe von Pflanzen bestehen meist aus Mehrfachzuckern (Polysacchariden) – genau wie unsere Darmschleimhaut. Unsere Darmbakterien nutzen diese Polysaccharide (auch die der Darmschleimhaut) als Nahrungsquelle.

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