Kidneybohnen

Proteinreiches Mikrobiom-Superfood

Verbreitung und Herkunft

In Costa Rica hat man die Auswahl zwischen zwei landestypischen Gerichten: Kidneybohnen mit Reis oder Reis mit Kidneybohnen. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gelten die Costa Ricaner als die glücklichsten Menschen der Welt. Kidneybohnen sind so toll, dass sie sogar eine eigene Webseite haben. Sie gehören zu den Hülsenfrüchten und sind nicht etwa eine eigene Sorte, sondern lediglich eine Variante der Gartenbohne. Die leckeren roten Bohnenkerne stammen ursprünglich aus Peru. Von dort aus verbreiteten sie sich in ganz Mittelamerika. Im Zuge der spanischen Kolonialisierung gelangten sie im Laufe der Zeit auch nach Europa, wo man sie hauptsächlich als Zutat für das köstliche Chili Con Carne kennt. Ihren Namen tragen Kidneybohnen aufgrund ihrer hübschen, geschwungenen Form, die einer Niere (Kidney) ähnelt. Die Pflanze ist anspruchslos. Am besten gedeiht sie in feuchtem Klima. Doch aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit ist sie mittlerweile auf der ganzen Welt heimisch. Vor allem werden sie jedoch in Afrika, Amerika und Asien angebaut.

Mikrobiom-Superfood

Kidneybohnen sind eines der proteinreichsten pflanzlichen Lebensmittel. In getrocknetem Zustand liegen sie ungefähr gleichauf mit Rindersteak. Wir essen allerdings im Normalfall keine getrockneten Bohnenkerne. Daher muss man fairerweise gekochte Kidneybohnen für den Vergleich heranziehen. Diese beinhalten jedoch noch immer 8,7g Protein bei gerade mal 127 kcal pro 100 Gramm. Das Ganze auch noch bei 0,5 Gramm Fettanteil. In Kombination mit Fleisch oder Brot nimmt man beim Genuss von Kidneybohnen die 20 Aminosäuren auf, die unser Körper benötigt, um Proteine zu bilden. Diese werden unter anderem für die Bildung von Hormonen und Enzymen benötigt – beide unterstützen den Stoffwechsel, was nicht nur uns, sondern auch den Bewohnern unseres Darms nützt. Unsere Mikroben schätzen die Kidneybohne jedoch vor allem wegen ihres hohen Ballaststoffgehalts von 6,4 Prozent. Dieser macht sie ebenso lang satt und zufrieden wie uns selbst.

Genial für Vielbeschäftigte

Kidneybohnen gibt es in getrockneter Form oder in Dosen. Beide unterscheiden sich kaum, was Qualität und Nährwerte anbelangt. Für Vielbeschäftigte empfiehlt sich die Dosenform, da sich mit den bereits eingeweichten Bohnenkernen in kürzester Zeit eine leckere Mahlzeit zubereiten lässt. Mit einer kleinen Vorratshaltung von diesen Dosen, etwas Tofu und Tomatenstücken in Dosen hat man stets die Zutaten für ein gesundes Essen im Haus. Wenn also einmal keine Zeit zum Einkaufen bleibt, ist es nicht nötig, auf den Pizzaservice auszuweichen. Ein weiterer Vorteil der leckeren Hülsenfrüchte liegt in ihrem niedrigen Preis. Sogar im Biomarkt oder im Bioregal des Supermarkts sind getrocknete Hülsenfrüchte wirklich erschwinglich. Für Menschen mit niedrigem Einkommen ist die Kidneybohne eine von vielen Möglichkeiten, sich sehr gesund und lecker zu ernähren, ohne viel Geld auszugeben.

Verwendung

Den Klassiker kennen wir natürlich alle: Chili con oder auch mal sin Carne. Ein absolut köstliches TexMex Gericht, das seinen Ursprung nicht wie vermutet in Mexiko, sondern in Texas hat. Im Mikrobiom-Kochbuch darf dieses köstliche Gericht selbstverständlich nicht fehlen. Kidneybohnen kann man aber auch als leckere Salatzutat verwenden. Man kann Gemüse oder Wraps damit füllen. Sie passen hervorragend in einen Eintopf mit Kürbis oder Karotten. Die gesunden Ballaststoffpäckchen lassen sich sogar zerquetschen, um leckere Dips oder vegetarische Burger aus ihnen zu machen.

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